2. August 2012

Facebook steht nicht gut da

Der aktuelle Aktienwert von knapp 20,88 US-$. bedeutet mehr als eine Halbierung seit dem Erreichen des Hochs bei 47 US-$. Anleger, die beim Börsengang im Mai noch 38 US-$ pro Papier gezahlt hatten, haben damit auch fast die Hälfte ihres Einsatzes verloren.

Facebook - LogoDer aktuelle Aktienwert von knapp 20,88 US-$ bedeutet mehr als eine Halbierung seit dem Erreichen des Hochs bei 47 US-$. Anleger, die beim Börsengang im Mai noch 38 US-$ pro Papier gezahlt hatten, haben damit auch fast die Hälfte ihres Einsatzes verloren.

Ein Grund dafür sind die hohen Personalkosten sowie Investitionen in neue Produkte, Techniken und das Marketing. Insgesamt ergibt das ein deutliches Minus von 157 Millionen US-$. Daneben ließ das Wachstum von Facebook deutlicher nach als von manchem Analysten erhofft. Das wurde bei einer Telefonkonferenz zu den Quartalszahlen deutlich.

Die entscheidende Frage der Investoren und Anleger lautet: Wie kann das Unternehmen Geld mit seinen 955 Millionen Nutzern machen? Und da muss Facebook den Spagat wagen: Wie stark können Werbung und die sogenannten Sponsored Stories selbstverständlicher und akzeptierter Teil eines sozialen Netzwerks werden? Diese Akzeptanz für die FacebookAds ist (noch) nicht gegeben. Das wurde schon in unserer Umfrage deutlich. Daher bremsen die Verantwortlichen Sheryl Sandberg (Vizepräsidentin) und David Ebersman (Finanzvorstand) die Erwartungen, hier schnelle Erlöse zu erzielen.

Vor allem der wachsende Markt für mobile Endgeräte wie iPhone, Google- und Windows-Phone stellt eine große Herausforderung dar. Auf den Apps für die Smartphones und den mobilen Websites lässt sich nur schwer Werbung unterbringen. Mark Zuckerberg setzt daher das Thema „Mobile“ auf Platz 1 seiner Liste der Top-Prioritäten für dieses Jahr. Aber ob es ein eigenes Facebook-Handy geben wird, lässt er offen.

Zwar dominiert Facebook noch die anderen sozialen Netzwerke, aber aus unserer Sicht steht das Unternehmen auf der Kippe, ob wir es in zehn Jahren noch als Branchenführer sehen werden. Soziale Netzwerke basieren auf Vertrauen untereinander und dem Vertrauen darauf, dass Empfehlungen und Tipps von Freunden „ehrlich“ sind. Diese Ehrlichkeit kann durch Werbung und die Sponsored Stories untergraben werden. Damit würde Facebook sein wichtigstes Kapital verlieren.

Es bleibt also spannend!

Für weitere Informationen steht Ihnen Scheidtweiler PR gerne zur Verfügung. Wir helfen Ihnen, neue Kanäle wie Social Media und Mobile Marketing mit der klassischen Presse- und Öffentlichkeitsarbeit strategisch zu verknüpfen. Dies hilft Ihrem Unternehmen effizient und kostensparend zu kommunizieren. Aus unserer Sicht muss Public Relations dauerhaft und kontinuierlich gestaltet werden. Nur dadurch kann der Kommunikationserfolg erreicht werden.

Mehr Informationen über den Autor Nicolas Scheidtweiler erhalten Sie auf seinem Google+-Profil.

Sie möchten mehr wissen?

Buchen Sie jetzt ein kostenloses 30-minütiges Beratungsgespräch mit einem unserer Experten!

Teilen Sie diesen Artikel:
LinkedIn
XING
X
WhatsApp
Telegram
Facebook

Weitere Artikel aus unserem Blog

Zum Artikel: Employer Branding wird erwachsen
Wolf Reiner Kriegler über Employer Branding, Transformation, EVP und die neue Reife der Arbeitgebermarke in Krisenzeiten.
Zum Artikel: Rüstungsindustrie im Umbruch - Neue Mitarbeiter, alte Werte
Aufrüstung, Verteidigungsfähigkeit, industrielle Souveränität. Was bedeutet das für die kulturelle Tiefenstruktur der Verteidigungsbranche?
Zum Praxis-Talk - Wie eine Kreisverwaltung einen Identitäts-Prozess erfolgreich aufsetzt
Der Praxis-Talk zeigt, wie die Kreisverwaltung Groß-Gerau mit dem Projekt „Wir 2030“ einen zukunftsweisenden Identitäts-Prozess gestartet hat.