9. Februar 2013

Babylonische Verwirrung oder die Social Media-Berufsfelder

Im Bereich des Social Media haben sich, im Zuge der zunehmenden Vernetzung und ihrer steigenden Wichtigkeit in allen Lebensbereichen, viele neue Berufsfelder herausgebildet. Für viele Menschen, ist dieser Arbeitsbereich ungenau definiert, neu- bis fremdartig und schwer zu erklären.
Babylonische Verwirrung - Social Media-BerufsfelderIm Bereich des Social Media haben sich, im Zuge der zunehmenden Vernetzung und ihrer steigenden Wichtigkeit in allen Lebensbereichen, viele neue Berufsfelder herausgebildet. Für viele Menschen, ist dieser Arbeitsbereich ungenau definiert, neu- bis fremdartig und schwer zu erklären. Was kann man also über berufliche Tätigkeiten in Zusammenhang mit Social Media sagen? Welche Qualifikationen sind erwünscht? Welche Zugangsmöglichkeiten gibt es? Welche Spezifizierungen? Soziale Medien verdanken ihren Namen, der Nutzung von Medien, wie zum Beispiel dem Internet, zur Kommunikation und Organisation von Individuen und Gemeinschaften. Natürlich haben sich auch Unternehmen inzwischen darauf eingestellt und versuchen die verschiedenen Kanäle möglichst optimal zu nutzen.

Unterschiedliche Aufgabenfelder in den Social Media

Aufgrund des exponentiellen Wachstums hat sich aber auch eine gewisse Komplexität entwickelt, welche zu einem eigenen Themenbereich, Fachwissen und Berufsfelder führte. So gibt es inzwischen Berufe, wie den Social Media Manager, welcher eigens die Kommunikation via sozialer Netzwerke überwacht und leitet. Der Kundenkontakt nimmt dadurch dialogische Formen an und Trends und Reaktionen werden schnell wahrgenommen und optimiert. Der Social Media Berater hingegen wird hierzu oft abgegrenzt als ausgelagerte Kompetenz für kleinere bis mittelständische Unternehmen, die keine eigene Social Media Abteilung unterhalten können. Er versucht dann eine einheitliche Kommunikation herzustellen und dem Unternehmen eine Art Medienkompetenz zu vermitteln. Der Social Media Analyst hingegen analysiert ausschließlich alle Formen von Rückmeldungen der Kunden eines Unternehmens, öffentliche Meinungsäußerungen und Rekonstruiert deren Entscheidungsprozesse. Daraufhin gibt er die gewonnen Informationen an die Geschäftsleitung oder zuständigen Spezialisten für Marketing weiter.

Weitere Berufsbezeichnungen

Es gibt noch viele weiterer solcher Berufsbezeichnungen, wie Social Media Experte, Social Media Entwickler, Social Media Recruiter, Social Media Redakteur, Social Media Project Manager oder Social Media Designer. Sie alle sind im Grunde Spezialisierungen auf einzelne Bereiche des Umgangs und Einsatzes von und mit Social Media. Grundlegend dafür sind oft Studiengänge, wie Kommunikationswissenschaft, Sozialwissenschaft, Medienwissenschaft, Wirtschaftswissenschaft, PR oder ähnlichem, je nach Schwerpunktsetzung. Außerdem werden oftmals Qualitäten, wie Internetaffinität, analytisches Denken, Koordination und soziale Kompetenz vorausgesetzt. Ergänzt werden diese oft durch sich allmählich entwickelnde spezialisierte Masterstudiengänge, Weiterbildungen oder praktischen Erfahrungen. Mögliche Arbeitsbereiche für Social Media-affine Berufstätige sind dann oft Vertriebs- oder Marketingabteilung eines Unternehmens, Marktforschungsinstitute oder die Eigenständigkeit oft in Verbindung mit Beratungs- und Koordinierungsintentionen.

Weitere Entwicklungen in der Berufsausbildung

Social Media ist also ein Themenkomplex, der sich in jeder Hinsicht momentan ausweitet, entwickelt und definiert. Noch ist er neu und die Zugänge vielfältig, doch werden schon jetzt hohe Anforderungen in Form von Studium oder Ausbildung vorausgesetzt, die diesen enorm großen Bereich grundlegend vermitteln müssen. Trotz einer solchen Berufsvorbereitung von bis zu fünf oder sechs Jahren, sind praktische Erfahrungen und eine gewisse grundlegende Neigung unerlässlich. Die Vielfalt der Berufsbezeichnungen zeugt außerdem bereits heute von der Komplexität und Spezialisierung, die sich weiterhin ausbreiten und entwickeln wird. Mehr Informationen über die Autorin Caroline Bullwinkel erhalten Sie auf ihrem Google+-Profil.

Sie möchten mehr wissen?

Buchen Sie jetzt ein kostenloses 30-minütiges Beratungsgespräch mit einem unserer Experten!

Teilen Sie diesen Artikel:
LinkedIn
XING
X
WhatsApp
Telegram
Facebook

Weitere Artikel aus unserem Blog

Zum Artikel: Employer Branding wird erwachsen
Wolf Reiner Kriegler über Employer Branding, Transformation, EVP und die neue Reife der Arbeitgebermarke in Krisenzeiten.
Zum Artikel: Rüstungsindustrie im Umbruch - Neue Mitarbeiter, alte Werte
Aufrüstung, Verteidigungsfähigkeit, industrielle Souveränität. Was bedeutet das für die kulturelle Tiefenstruktur der Verteidigungsbranche?
Zum Praxis-Talk - Wie eine Kreisverwaltung einen Identitäts-Prozess erfolgreich aufsetzt
Der Praxis-Talk zeigt, wie die Kreisverwaltung Groß-Gerau mit dem Projekt „Wir 2030“ einen zukunftsweisenden Identitäts-Prozess gestartet hat.